Gewinde und Schraube

Zu jedem Produkt gehört wohl ein Erfinder und bei einigen Sachen hat die Erfindung sicher schon vor Jahrhunderten stattgefunden. Das ist auch der Fall beim Gewinde, den Schrauben, Bolzen und anderen Verbindungselementen. Ein Gewinde ist z. B. etwas ganz anderes als ein Schließbolzen. Ein Schließbolzen ist ein etwas längerer Bolzen mit einer dazugehörenden Mutter. Du kannst diese dann an irgendetwas befestigen und mit der Mutter zudrehen. Mithilfe der Schließbolzen kannst du dann eine Verbindung herstellen. Ein Splint ist auch wieder etwas anderes. Er ist ohne Gewinde, aber sobald du ihn irgendwo einsteckst teilt er sich, sodass du auf diese Weise z.B. zwei Platten aneinander befestigen kannst. Man hat verschiedene Muttern, wie als Schweißmuttern und Sechskantmuttern. Das spiralförmige Schraubgewinde wird auf einem Bolzen oder einer Mutter angebracht, die dann dazu verwendet werden können, zwei Gegenstände mittels drehenden Bewegungen aneinander zu befestigen. Es gibt auch Holzschrauben, aber dabei wird es nicht Gewinde genannt, das gilt nämlich nur für Metallschrauben. Das Gewinde besteht schon ziemlich lange und wurde erstmalig in Ägypten verwendet. Der Grieche Archytas von Tarent (428–350 v. Chr.) hat es erfunden. Archytas war ein Philosoph, Staatsmann, Befehlshaber und Mathematiker, der viele Dinge erfunden hat. Er war auch Mitglied von der Schule von Pythagoras und mit Plato befreundet, wodurch er große Berühmtheit erlangt hat. Ein weiterer berühmter Erfinder war Archimedes. Er hat die Schraube von Archimedes erfunden, die noch heute seinen Namen trägt. Diese Schraube wird aber nicht dazu benutzt, Elemente aneinander zu verbinden, sondern um diese zu befördern. (Förderanlage). Die historische Hauptanwendung ist der Transport von Wasser auf ein höheres Niveau.  Wasser, Puder und andere Stoffe können über ein Rohr mit einer spiralförmigen Schraube befördert werden. Die Schraube dreht auf eine spiralförmige Weise, sodass verschiedene Stoffe auf einen höheren Level transportiert werden. Meistens geht es aufwärts, aber manchmal auch horizontal. Wegen der Form können Wasser und andere Grundstoffe da nicht hindurch fallen. Das hat diese Technik sehr bekannt gemacht. Sie wird auch nun noch viel angewendet, aber im Gegensatz zu früher, wird heute meistens nur noch Schüttgut damit gefördert.

 

 

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