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Mehr Umweltbewusstsein: Was nachhaltige Geldanlagen bewirken können

Greta Thumberg und ihre Fridays for Future-Initiative – sie führen der älteren Generation auf harte Art und Weise vor Augen, was über Generationen sträflich vernachlässigt wurde – die fortschreitende Zerstörung der Umwelt und deren Folgen. Folgen, die gerade jener Generation, der Greta Thumberg und all ihre Mitstreiter angehören, nicht länger gewillt sind, mitzutragen. Was mehr als nachvollziehbar ist, denn wer möchte in einer Welt leben, in der die Gefahr von Klimakatastrophen, drohender Trinkwasser-Knappheit, Luftverschmutzung, Landverlust etc. bereits heute mehr als deutlich erkennbar ist? So wundert es nicht, dass die junge Generation nicht nur ein Umdenken und Handeln auf global-politischer Ebene fordert, sondern auch die Finanzwelt dahin drängt, das Thema “Nachhaltige Investments“ verstärkt in den Fokus zu rücken.

Finanzwelt kann erheblichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten

Und in der Tat: Die Forderung ist unter der Zielsetzung, die Weltgemeinschaft auf mehr Nachhaltigkeit zu trimmen, gerade in der Finanz- und Investment-Welt mehr als gut platziert. Immerhin regiert Kapital die Welt und so kann Geld, den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in zahlreichen Wirtschaftsbereichen effektiv in Gang setzen. Um dies zu erreichen, ist es jedoch nicht allein damit getan, dass die Finanzwelt beispielsweise die Vergabe von Krediten an die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Produktion von Gütern koppelt, sondern vor allem damit, dass Anleger sich der Macht ihres Kapitals bewusst werden.

ESG Kriterien sind Haupt-Merkmal nachhaltiger Investments

Eine Macht, die Anleger dahingehend nutzen können (und sollten), nur in Unternehmen zu investieren, die die sogenannten Nachhaltigkeitskriterien E(nviroment) – S(ocial) – G(overnance)der UNO erfüllen. Was bedeutet, dass Anleger keinesfalls ihr Geld in Unternehmen und Produkte investieren sollten, die beispielsweise (geächtete) Waffen, Atomkraft etc. produzieren. Oder aber unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Menschenrechtsverletzungen, Korruption etc. ihre Gewinne erzielen. Werden diese Unternehmen zunehmend, durch ein entsprechendes Engagement seitens der Anleger auf mittlere Sicht hin, von den Kapitalströmen ausgeschlossen, so muss dies zwangsläufig zu einem Umdenken betroffener Unternehmen und Branchen führen.

Nachhaltigkeit des Investments prüfen

Wer also mit seinem geplanten nachhaltigen Investment etwas Gutes bewirken möchte, sollte bei der Auswahl seiner Investition vor allem darauf achten, dass die ESG Kriterien der UNO vollumfänglich beachtet werden. Die sollte kontrollierbar sein, denn leider nutzen viele Fondsanbieter auch gern das Thema „ESG“ als reines Verkaufsargument, um eine entsprechende Zielgruppe zu akquirieren. Auch hier gilt es also für Anleger, den, ins Auge gefassten Investmentfonds unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ggfs. etwas genauer unter die Lupe zu nehmen – Stichwort „Greenwashing“. Denn nicht alles, was als „grün“ und „nachhaltig“ verkauft wird oder sich entsprechend als Unternehmen und Branche darstellt, muss auch wirklich nachhaltig sein.