Olivenbaum Pflege im Garten

Sommer, Sonne, warmes Wetter, all das verbinden wir mit Olivenbäumen.

Doch macht es Sinn sich solch ein Stück mediterranen Urlaubsgefühls in den hauseigenen Garten oder Balkon zu pflanzen?

Woher kommt der Olivenbaum und wie lässt er sich kultivieren?

Der Olivenbaum an sich ist eine mediterrane Pflanze welche ursprünglich vor allem im Mittelmeerraum heimisch ist und sich perfekt auf die dort herrschenden klimatischen Bedingungen anpassen konnte. Trockenes, warmes Klima mit milden Winterzeiten sind also vorteilhaft für die Pflanze. Es gibt allerdings Möglichkeiten unsere kühlen Winter zu kompensieren, um so auch in Deutschland Olivenbäume kultivieren zu können.
Wie erwartet benötigt ein Olivenbaum oder Strauch einen vollsonnigen nicht zugigen Standort im Outdoor- Bereich. Im Allgemeinen gilt die Pflanze als ungeeignet für die Kultivierung im Indoor- Bereich, da sie dort aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung ihre Blätter fallen lässt. Der Olivenbaum ist ein langsam wachsendes Gehölz und eignet sich somit sehr gut als langfristige und verhältnismäßig pflegeleichte Kübelpflanze.
In einem Topf oder Kübel gepflanzt, lässt sich ebenfalls der Standort für die Überwinterung gut verändern. Für die kälteren Tage gerade im Winter ist es ratsam die Pflanze in windgeschützter Haus Nähe wie Terrassen oder einem Wintergarten unterzubringen.
Auch Pflanzenfließe können zum Einsatz kommen um der Witterung Stand zu halten. Wichtig ist nur, dass die Pflanze dennoch gewisser Kälte ausgesetzt ist, da diese ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des harten Gehölzes ist. Somit sollte auch im Winter auf einen Platz im Haus oder in der Wohnung verzichtet werden. Mehr zu diesem Thema finden Sie bei den Olivenbaum Tipps auf garten-heimat.de.

Welche Erde für den Topf?

Bei der Wahl der Erde sollte auf klimaschonende torfarme Qualität gesetzt werden, ebenfalls sollte das Substrat gut durchlässig und strukturreich sein. So können Staunässe vermieden werden und Krankheiten wie Schimmelinfektionen oder Schädlingsbefall lassen sich vorbeugen. Gerade bei einer Kultivierung in Kübeln und Töpfen ist Staunässe ein großes Problem, welches neben schlechter Erde auch durch fehlerhaftes Gießverhalten entstehen kann. Manchmal ist weniger mehr,- so darf die Oberfläche des Substrates ohne schlechtes Gewissen austrocknen. Als Idealwert für die Erde empfiehlt sich ein PH-Wert zwischen 7 und 8, ebenfalls sollte diese nicht zu Nährstoffreich sein. Stattdessen kann ab einem Alter von 2 Jahren im 2 Wochen Takt Flüssigdünger mit im Gießwasser verabreicht werden. Häufiges Umtopfen mit frischer Erde kann den Wachstumsprozess beschleunigen, spätestens wenn sich das Wurzelwerk unten am Topf zeigt, sollte dieser durch einen Größeren ersetzt werden.

Wie schneidet man einen Olivenbaum oder Strauch?

Olivenbäume können sowohl als Baum als auch als Strauch geschnitten und kultiviert werden.
Durch einen “Erziehungsschnitt” und häufiges Schneiden, verzweigt sich die Pflanze stärker wodurch eine schöne Krone entsteht und durch einen “Erhaltungsschnitt” beibehalten werden kann. Hierfür werden lange Triebe auf Seitentriebe oder am Ursprung abgeschnitten oder gekürzt. Wichtig ist hier; Stummel zu vermeiden. Generell gilt bei sich kreuzenden Trieben, den Schwächeren zu entfernen umso dem stärkeren Trieb noch mehr Energie für sein Wachstum zuführen zu können. Durch sein hartes Holz kann es einige Jahre dauern bis ein Olivenbäumchen zu einem richtigen Baum herangewachsen ist, was allerdings zur Folge hat, dass Olivenbäume sehr alt teils einige hundert Jahre alt werden können. Trotz des Alters können auch große Bäume und Sträucher problemlos zurückgeschnitten und somit verjüngt werden.