Umschuldung

Niedrige Zinsen: Der passende Zeitpunkt für eine Umschuldung

In der Finanzgeschichte unserer Gesellschaft gab es bislang wohl kaum einen günstigeren Zeitpunkt, einen Kredit aufzunehmen, wie es aktuell der Fall ist. Seit einigen Jahren hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz auf einem historisch niedrigen Niveau, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken und Investitionen anzukurbeln. Diese Strategie hat unmittelbar Auswirkungen auf nationale Kreditinstitute und damit auch auf die Verbraucher. Wer einen vergleichsweise teuren Kredit umschulden möchte, sollte nun entschlossen handeln.

Günstige Zinsen nur mit Top-Bonität

Wer sich für eine Umschuldung interessiert, sollte über verschiedene Online-Vergleichsportale einige Angebote recherchieren. In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass die dort angegebenen Zinsspannen überaus groß ausfallen können und den ersten Eindruck stark verfälschen können. Die Angabe zum niedrigsten Zinssatz bezieht sich in der Regel ausschließlich auf jeden Kreditnehmer, die gegenüber dem Kreditinstitut eine Top-Bonität durch Sicherheiten und Einkommen vorweisen können. Den maximalen Zinssatz erhalten jene Kreditnehmer, die geradeso den Vergaberichtlinien der jeweiligen Bank entsprechen können.

Über einen Online-Rechner können Interessierte unter anderem ermitteln, ob der angebotene Zinssatz tatsächlich unter dem der bislang laufenden Finanzierung liegt. Unter der weiteren Berücksichtigung der Vorfälligkeitsentschädigung sollte das neue Darlehen günstiger sein, als die bisherige Finanzierung. Sind beide Faktoren erfüllt, steht einer Umschuldung nichts im Weg.

Die Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigen

Durch die Niedrigzinspolitik erscheint die Umschuldung ein überaus lukratives Vorhaben für Kreditnehmer zu sein. Allerdings sollten diese beachten, dass in der Regel die vorzeitige Ablösung eines bestehenden Kreditvertrages eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung seitens der bisherigen Bank nach sich zieht. Diese kann bis zu 5 Prozent betragen. Der daraus resultierende Betrag wird auf die Restsumme der Finanzierung addiert, wodurch sich ein neuer Finanzierungsbetrag bei dem neuen Kreditinstitut ergibt.

Die errechnete Gesamtsumme sollte im Rahmen der Umschuldung eine wesentlich niedrigere Monatsrate sowie einen niedrigeren Zinssatz beinhalten. Eine Ablösung der “alten” Finanzierung kann zudem dazu beitragen, eine teure Restschuldversicherung loszuwerden, wodurch der Kreditnehmer zusätzliche Kosten spart.