Descon Media
Image default
Angebote

Was tun bei einer Überdosis und wie verhindert man sie?

Für viele gehört der Konsum von berauschenden Substanzen zum Feiern oder dem Treffen von Freunden dazu. Doch was, wenn man plötzlich zu viel nimmt? Eine akute Überdosierung kann sehr beängstigend und im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein. Genau deshalb ist es wichtig, Substanzen und Wirkungsweisen zu verstehen und zu wissen, welche Maßnahmen bei einer Überdosierung ergriffen werden sollten und natürlich, wie man sich am besten davor schützt.

 

Was bedeutet überhaupt Überdosierung?

Unter Überdosierung versteht man die Einnahme einer Menge einer Substanz, die der Körper nicht mehr sicher verarbeiten kann. Der Organismus ist dann überfordert, was zu körperlichen und psychischen Reaktionen führt. Diese reichen von Kreislaufproblemen und Halluzinationen bis hin zum Atemstillstand oder Herzversagen. Eine pauschale Grenze für Überdosierungen – je nach eingenommener Substanz – gibt es nicht. Hierbei spielen Faktoren wie das Körpergewicht, die eigene Toleranz gegenüber der konsumierten Substanz, etwaiger Mischkonsum sowie die Reinheit des Stoffes eine tragende Rolle.

 

Im Folgenden gehen wir grob auf verschiedene Substanzen ein und wie sich Überdosierungen bemerkbar machen:

 

# Ecstasy/MDMA

Bei Ecstasy liegt das Hauptproblem oft in einer Überhitzung des Körpers. Zu hohe Dosen können zu starkem Schwitzen, Krämpfen und im Extremfall zu Organversagen führen. Kommt es zusätzlich zu starker Unruhe oder wirkt die betroffene Person plötzlich verwirrt, solltest du den Notruf wählen. Versuche, der Person Wasser zu geben und bringe sie an einen möglichst kühlen Ort. Vermeide aber zu große Temperaturunterschiede, da dies den Körper in einen Schock versetzen kann.

 

# Kokain

Zu viel Kokain führt schnell zu einer Überstimulation des Nervensystems. Herzrasen, Brustschmerzen und plötzliche Angstzustände sind typische Warnzeichen. In schweren Fällen kann es zu Krampfanfällen oder einem Herzinfarkt kommen. Betroffene sollten beruhigt, hingelegt und ständig überwacht werden. Sobald die Atmung unregelmäßig wird oder Krämpfe auftreten, muss der Rettungsdienst alarmiert werden.

 

# Opioide

Heroin oder rein synthetische Opioide wie Fentanyl können schon in geringen Mengen eine Überdosis auslösen. Das Hauptproblem ist eine stark verlangsamte Atmung. Wenn eine Person blaue Lippen bekommt oder bewusstlos wird, darf keine Zeit verloren werden. Hier ist Naloxon als Gegenmittel lebensrettend, falls es verfügbar ist. Fehlt dieses, bleibt nur, sofort den Notruf zu wählen und bis zum Eintreffen Erste Hilfe zu leisten.

 

# Alkohol

Alkoholvergiftungen gehören zu den häufigsten Notfällen. Allgemeine Symptome sind Orientierungslosigkeit, Erbrechen, Unterkühlung und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit. Jemand mit einer akuten Alkoholvergiftung sollte nicht sich selbst überlassen werden. Verliert die Person das Bewusstsein, lege sie in die stabile Seitenlage. Achte in jedem Fall auf freie Atemwege und überprüfe regelmäßig den Puls. Verständige außerdem einen Notarzt, um Schlimmeres zu vermeiden. Trotz der Legalität von Alkohol dürfen die Auswirkungen keinesfalls unterschätzt oder verharmlost werden.

 

# Cannabis

Überdosierungen sind bei Cannabis nur selten lebensbedrohlich. Dennoch kann man zu viel davon nehmen, was äußerst unangenehm werden kann. Typische Reaktionen sind Angst, Schwindel oder Herzklopfen. In diesem Fall hilft ein sicherer, ruhiger Ort, beruhigendes Zureden und ausreichend Flüssigkeit. Gefährlich wird es vor allem, wenn Mischkonsum im Spiel ist oder bereits gesundheitliche Probleme vorliegen.

 

# Nikotin

Auch Nikotin kann in hohen Mengen eine Überdosis hervorrufen, besonders bei E-Liquids oder hochkonzentrierten Produkten. Übelkeit, Schweißausbrüche und Schwindel sind erste Anzeichen. Treten Krämpfe oder Atemprobleme auf, darf keine Zeit verschwendet werden und ein Rettungsdienst muss eingeschaltet werden.

 

# LSD

Bei LSD sowie anderen halluzinogen Drogen handelt es sich weniger um eine körperliche als um eine psychische Überdosis. Hohe Mengen können zu Panikattacken, Wahnvorstellungen oder selbst gefährdeten Handlungen führen. Hier ist es entscheidend, die Person zu beruhigen, für eine sichere Umgebung zu sorgen und sie nicht alleine zu lassen. Wird der Zustand bedrohlich, ist medizinische Unterstützung unverzichtbar.

 

Tipps, wie du Überdosierungen vermeiden kannst

Die sicherste Methode, um eine Überdosis zu verhindern, ist ein bewusster und vorsichtiger Umgang mit legalen wie illegalen Substanzen. Hilfreich ist vor allem:

 

  • Mischkonsum vermeiden: Verschiedene Substanzen können sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise verstärken, was zu unabsehbaren Folgen führen kann. Tückisch ist auch, dass man unter Kokain-, Ecstasy- oder Speedeinfluss nicht das Gefühl hat, betrunken zu werden, sodass zusätzlich eine schwere Alkoholvergiftung droht.

  • Nicht alleine konsumieren: So ist im Notfall immer jemand da, der helfen oder den Notruf wählen kann

  • Wirkungseintritt abwarten: Wie lange eine bestimmte Substanz wirkt, ist unterschiedlich. Bevor du jedoch “nachlegst”, solltest du zunächst den vollen Wirkungseintritt abwarten. Erst, wenn das High-Gefühl abflacht, kannst du nachlegen.

  • Korrekt dosieren: Bei erstmaligem Konsum solltest du immer mit geringen Dosierungen beginnen und dich nur langsam steigern. Beachte die Signale deines Körpers und höre auf sie. Für korrekte Dosierungen solltest du immer eine Waage verwenden. Diese und weiteres Zubehör findest du online bei 24high.de.

  • Drug Checking nutzen: In vielen Großstädten gibt es mittlerweile Anlaufstellen, an denen du deinen Stoff auf Verunreinigungen testen lassen kannst. Solche Tests kannst du auch diskret online bestellen und weißt so ganz genau, was du zu dir nimmst.

 

Wann solltest du den Notruf wählen?

Zögere niemals, medizinische Hilfe zu rufen, wenn lebensbedrohliche Symptome auftreten. Dazu gehören Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Atemstillstand, starke Brustschmerzen oder ein Zustand, in dem die betroffene Person nicht mehr ansprechbar ist. Jede Minute kann entscheidend sein. Während du auf den Rettungsdienst wartest, ist es wichtig, ruhig zu bleiben, den Überblick zu behalten und der betroffenen Person so gut wie möglich beizustehen.