Linkbuilding gehört für viele Unternehmen und SEO-Agenturen zu den zeitaufwendigsten Bereichen der Suchmaschinenoptimierung. Geeignete Websites müssen gefunden, Publisher kontaktiert, Preise und Konditionen geklärt und Inhalte erstellt werden. Anschließend muss geprüft werden, ob der vereinbarte Beitrag tatsächlich veröffentlicht wurde.
Genau diesen Prozess möchte BlogDrip vereinfachen. Die Plattform bringt Werbetreibende, SEO-Agenturen und Website-Betreiber auf einem zentralen Marktplatz zusammen.
Nach Angaben von BlogDrip umfasst der Marktplatz inzwischen mehr als 225.000 Websites aus über 60 Ländern. Damit richtet sich die Plattform nicht nur an Unternehmen, die Backlinks in Deutschland suchen, sondern auch an Agenturen und SEO-Spezialisten, die internationale Linkbuilding-Kampagnen durchführen.
Doch wie funktioniert BlogDrip eigentlich und worauf sollte man bei der Auswahl einer Website achten?
Was ist BlogDrip?
BlogDrip ist ein Self-Service-Marktplatz für Linkbuilding, Gastbeiträge und gesponserte Artikel.
Das Grundprinzip ist einfach: Publisher stellen ihre Websites auf der Plattform zur Verfügung und legen fest, zu welchen Preisen und Bedingungen sie Veröffentlichungen akzeptieren.
Auf der anderen Seite stehen Werbetreibende, Unternehmen und SEO-Agenturen, die nach geeigneten Websites für ihre Linkbuilding-Kampagnen suchen.
BlogDrip übernimmt dabei die technische Infrastruktur zwischen beiden Parteien. Die Plattform ermöglicht es unter anderem, Websites zu suchen, verschiedene Kennzahlen zu vergleichen, Bestellungen aufzugeben und Veröffentlichungen zentral zu verwalten.
Dadurch entfällt ein großer Teil der klassischen manuellen Publisher-Recherche.
Mehr als 225.000 Websites auf einem Marktplatz
Einer der auffälligsten Aspekte von BlogDrip ist die Größe des Marktplatzes.
Nach eigenen Angaben bietet BlogDrip Zugang zu mehr als 225.000 Websites aus über 60 Ländern.
Das Angebot beschränkt sich daher nicht auf deutsche Websites. Über dieselbe Plattform lassen sich beispielsweise auch Publisher für internationale SEO-Kampagnen recherchieren.
Gerade für Agenturen kann dies interessant sein.
Wer Linkbuilding für mehrere Kunden oder verschiedene Länder betreibt, muss dadurch nicht für jeden Markt eine komplett neue Publisher-Datenbank aufbauen.
Ein großes Angebot bringt allerdings auch eine Herausforderung mit sich: Nicht jede Website ist für jede Kampagne geeignet.
Deshalb spielen die Such- und Filterfunktionen eine wichtige Rolle.
Wie findet man geeignete Websites?
Bei Hunderttausenden verfügbaren Websites wäre eine manuelle Suche kaum praktikabel.
BlogDrip bietet deshalb verschiedene Möglichkeiten, den Marktplatz zu filtern.
Je nach Kampagne können Websites beispielsweise anhand von Sprache, Land, Kategorie, Preis und verschiedenen SEO-Kennzahlen ausgewählt werden.
Dabei stehen unter anderem bekannte Metriken wie Domain Rating (DR), Domain Authority (DA) und URL Rating (UR) zur Verfügung.
Solche Kennzahlen können hilfreich sein, um aus einer sehr großen Datenmenge zunächst eine kleinere Auswahl zu erstellen.
Sie sollten allerdings nicht isoliert betrachtet werden.
Eine Website mit einem hohen Domain Rating ist nicht automatisch eine hochwertige oder relevante Website für eine bestimmte Kampagne.
Für eine fundierte Bewertung sollten mehrere Faktoren miteinander kombiniert werden.
Traffic statt ausschließlich DR betrachten
Beim Linkbuilding wird häufig sehr stark auf Autoritätsmetriken geachtet.
Das ist nachvollziehbar, kann aber zu falschen Entscheidungen führen.
Eine Domain kann beispielsweise über einen relativ hohen DR verfügen und gleichzeitig nur sehr wenig organischen Suchmaschinen-Traffic erzielen.
Umgekehrt kann eine kleinere Website mit niedrigerem DR für eine bestimmte Nische sehr relevant sein und über eine stabile organische Sichtbarkeit verfügen.
BlogDrip stellt deshalb neben klassischen SEO-Metriken auch weitere Informationen zur Verfügung, die bei der Bewertung von Publishern helfen können.
Wo entsprechende Daten verfügbar sind, können auch Traffic-Informationen in die Auswahl einbezogen werden.
Das ermöglicht es, mehrere Signale miteinander zu kombinieren, anstatt eine Website ausschließlich aufgrund einer einzelnen Kennzahl auszuwählen.
Thematische Relevanz bleibt entscheidend
Neben Autorität und Traffic spielt die thematische Relevanz eine wichtige Rolle.
Ein Backlink sollte möglichst in einem nachvollziehbaren inhaltlichen Zusammenhang mit der verlinkten Website stehen.
Wer beispielsweise eine Website über Unternehmenssoftware betreibt, sollte nicht ausschließlich nach Domains mit möglichst hohen SEO-Metriken suchen. Eine kleinere Website mit Schwerpunkt auf Software, Digitalisierung oder Unternehmertum kann thematisch wesentlich besser passen.
Bei einer Datenbank mit mehr als 225.000 Websites wäre die manuelle Suche nach solchen Übereinstimmungen allerdings aufwendig.
BlogDrip setzt deshalb unter anderem KI-gestützte Funktionen ein, um relevante Websites innerhalb des Marktplatzes zu identifizieren.
Solche Funktionen können die Vorauswahl beschleunigen.
Die endgültige Entscheidung sollte dennoch nicht vollständig automatisiert werden. Gerade bei wichtigen Platzierungen lohnt sich ein manueller Blick auf die Website und ihre bestehenden Inhalte.
Blog Market und Link Market
BlogDrip unterscheidet zwischen verschiedenen Formen der Linkplatzierung.
Über den Blog Market können neue Artikel auf Publisher-Websites veröffentlicht werden.
Der Werbetreibende wählt zunächst eine geeignete Website aus. Anschließend wird ein Artikel bereitgestellt beziehungsweise erstellt, in dem der gewünschte Link integriert wird.
Daneben gibt es den Link Market.
Hier steht die Platzierung eines Links in bereits bestehenden Inhalten im Mittelpunkt.
Beide Varianten können unterschiedliche Vorteile haben.
Ein neuer Artikel ermöglicht es beispielsweise, Inhalt und Kontext gezielt auf ein bestimmtes Thema auszurichten.
Eine bestehende Seite kann wiederum interessant sein, wenn sie bereits seit längerer Zeit indexiert ist, organischen Traffic erhält oder externe Links aufgebaut hat.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt daher von der jeweiligen SEO-Strategie ab.
Wie läuft eine Bestellung über BlogDrip ab?
Der grundsätzliche Ablauf lässt sich in mehrere Schritte unterteilen.
Zunächst sucht der Werbetreibende innerhalb des Marktplatzes nach geeigneten Websites.
Anschließend können die verfügbaren Informationen und Konditionen der Publisher miteinander verglichen werden.
Dabei sollten nicht nur Preis und Domain-Metriken berücksichtigt werden. Auch thematische Relevanz, organische Sichtbarkeit, Qualität bestehender Inhalte und das allgemeine Erscheinungsbild einer Website sind wichtige Faktoren.
Wurde eine geeignete Website gefunden, kann eine Bestellung über die Plattform aufgegeben werden.
Bei einer Artikelveröffentlichung kann eigener Content bereitgestellt werden. Je nach gewählter Option bestehen außerdem Möglichkeiten, die Content-Erstellung in den Prozess einzubeziehen.
Anschließend erhält der Publisher die Bestellung und kann diese entsprechend den geltenden Bedingungen bearbeiten.
Nach erfolgreicher Veröffentlichung steht die URL des Beitrags zur Verfügung.
Preise sind vor der Bestellung sichtbar
Ein praktischer Unterschied zur klassischen Outreach-Methode besteht darin, dass die Preise der Publisher bereits innerhalb des Marktplatzes verfügbar sind.
Bei manueller Akquise muss häufig zunächst eine Website kontaktiert werden, bevor überhaupt bekannt ist, was eine Veröffentlichung kostet.
Darauf können weitere E-Mails und Preisverhandlungen folgen.
Auf einem Marktplatz lässt sich bereits während der Recherche einschätzen, ob ein Publisher zum vorhandenen Budget passt.
Die Preise werden dabei nicht pauschal von BlogDrip festgelegt.
Publisher bestimmen selbst, zu welchen Konditionen sie Veröffentlichungen anbieten.
Dadurch können die Preise zwischen einzelnen Websites erheblich variieren.
Kein verpflichtendes monatliches Abonnement
BlogDrip arbeitet nach einem Pay-per-Publication-Prinzip.
Für die Nutzung des Marktplatzes ist daher kein verpflichtendes monatliches Abonnement notwendig.
Das ist insbesondere deshalb relevant, weil der Bedarf an Linkbuilding sehr unterschiedlich sein kann.
Ein Unternehmen benötigt möglicherweise nur gelegentlich einige Veröffentlichungen. Eine SEO-Agentur kann dagegen jeden Monat zahlreiche Kampagnen für unterschiedliche Kunden verwalten.
Beide können grundsätzlich dieselbe Infrastruktur nutzen, ohne allein für den Zugang zum Marktplatz ein langfristiges Abonnement abschließen zu müssen.
Was passiert, wenn ein Publisher nicht liefert?
Bei der klassischen direkten Zusammenarbeit mit Publishern besteht immer das Risiko, dass eine vereinbarte Veröffentlichung verspätet oder überhaupt nicht umgesetzt wird.
Ein Marktplatz kann hier als zusätzliche organisatorische Ebene zwischen beiden Parteien fungieren.
BlogDrip verwendet für Transaktionen ein internes E-Cash-System.
Kann eine Bestellung entsprechend den geltenden Bedingungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden oder wird sie innerhalb der vorgesehenen Frist nicht ausgeführt, kann der betreffende Betrag wieder dem E-Cash-Guthaben gutgeschrieben werden.
Dabei ist ein wichtiger Unterschied zu beachten:
Eine Gutschrift auf das E-Cash-Konto ist nicht automatisch dasselbe wie eine Rückzahlung auf die ursprünglich verwendete Zahlungsmethode.
Vor größeren Kampagnen empfiehlt es sich daher grundsätzlich, die jeweils aktuellen Zahlungs-, Stornierungs- und Erstattungsbedingungen der Plattform zu prüfen.
BlogDrip aus Sicht der Publisher
Der Marktplatz funktioniert nicht nur für Werbetreibende.
Website-Betreiber können ihre eigenen Websites bei BlogDrip als Publisher anmelden.
Nach der Aufnahme in den Marktplatz können Publisher festlegen, welche Arten von Veröffentlichungen sie akzeptieren und welchen Preis sie dafür verlangen.
Geht eine Bestellung ein, kann geprüft werden, ob Thema, Inhalt und Link zur eigenen Website passen.
Damit bleibt die redaktionelle Entscheidung grundsätzlich beim Website-Betreiber.
Für Publisher entsteht auf diese Weise ein zusätzlicher Vertriebskanal, ohne dass sie selbst permanent nach potenziellen Werbekunden suchen müssen.
Warum ein zentraler Marktplatz interessant sein kann
Der eigentliche Vorteil eines Linkbuilding-Marktplatzes liegt weniger in einer einzelnen SEO-Metrik als in der Bündelung vieler Arbeitsschritte.
Traditionelles Linkbuilding kann beispielsweise folgende Aufgaben umfassen:
-
geeignete Websites recherchieren;
-
Kontaktdaten finden;
-
Publisher anschreiben;
-
auf Antworten warten;
-
Preise erfragen und verhandeln;
-
Veröffentlichungsbedingungen abstimmen;
-
Content erstellen;
-
Beiträge kontrollieren;
-
Zahlungen verwalten;
-
veröffentlichte URLs dokumentieren.
Ein Marktplatz kann einen großen Teil dieses Prozesses zentralisieren.
Besonders für SEO-Agenturen, die gleichzeitig zahlreiche Kunden und Kampagnen verwalten, kann dies den administrativen Aufwand reduzieren.
Ein großer Marktplatz ersetzt keine Qualitätskontrolle
Trotzdem sollte ein Punkt nicht übersehen werden.
225.000 verfügbare Websites bedeuten nicht 225.000 hochwertige Backlinks für jede Kampagne.
Bei einem Marktplatz dieser Größe werden sich Websites hinsichtlich Qualität, Traffic, thematischer Ausrichtung und Preis deutlich unterscheiden.
Die Auswahl bleibt deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Linkbuildings.
Vor einer Bestellung sollten unter anderem folgende Punkte betrachtet werden:
-
thematische Relevanz;
-
organischer Traffic;
-
Entwicklung der Sichtbarkeit;
-
Qualität bestehender Inhalte;
-
geografische Ausrichtung;
-
Domain- und URL-Metriken;
-
bestehendes Backlinkprofil;
-
Anzahl und Art ausgehender Links;
-
Preis im Verhältnis zur Qualität;
-
allgemeine Glaubwürdigkeit der Website.
SEO-Metriken können die Recherche beschleunigen, sollten aber niemals die einzige Entscheidungsgrundlage sein.
Für wen eignet sich BlogDrip?
BlogDrip richtet sich grundsätzlich an verschiedene Nutzergruppen.
Dazu gehören insbesondere:
-
SEO-Agenturen;
-
Linkbuilding-Agenturen;
-
Inhouse-SEO-Teams;
-
Online-Marketing-Agenturen;
-
Unternehmen mit eigenen SEO-Kampagnen;
-
Affiliate-Projekte;
-
internationale Unternehmen;
-
Website-Betreiber und Publisher.
Besonders interessant wird ein zentraler Marktplatz, wenn regelmäßig mehrere Veröffentlichungen verwaltet werden müssen.
Für Agenturen kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Internationales Linkbuilding kann über dieselbe Infrastruktur organisiert werden, anstatt für jedes Land separate Prozesse und Publisher-Datenbanken aufzubauen.
Fazit
BlogDrip verfolgt einen relativ klaren Ansatz: Die traditionell stark manuelle Publisher-Recherche und Abwicklung von Linkbuilding soll über einen zentralen Marktplatz effizienter organisiert werden.
Der Zugang zu mehr als 225.000 Websites schafft dabei eine große Auswahl, erhöht gleichzeitig aber auch die Bedeutung einer sorgfältigen Qualitätskontrolle.
BlogDrip kann die technische und administrative Arbeit rund um Recherche, Vergleich, Bestellung und Verwaltung von Veröffentlichungen vereinfachen.
Die eigentliche SEO-Entscheidung nimmt die Plattform dem Nutzer jedoch nicht ab.
Und genau darin liegt ein wichtiger Punkt beim Einsatz solcher Marktplätze:
Technologie kann die Suche nach Backlinks skalieren. Welche Websites tatsächlich für eine Kampagne geeignet sind, muss weiterhin anhand von Relevanz, Qualität, Traffic und weiteren SEO-Signalen beurteilt werden.

